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Der Vergleich, die dazugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Maßhaltung, der Nichtirreführung und der Transparenz. Für alle hier aufgeführten Angebote gelten die jeweiligen Bedingungen des einzelnen Anbieters. In den meisten Fällen richten sich Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich an Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; der tatsächliche Bonusbetrag richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Bedingungen entnehmen Sie der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

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LUGAS: das Limit, das für alle Wettanbieter zusammen gilt

LUGAS ist das IT-System, das dein Einzahlungslimit für Online-Glücksspiel in Deutschland überwacht. Es ist anbieterübergreifend. Die rechtliche Grundlage findest du in § 6c des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Dort steht, dass du pro Monat grundsätzlich nicht mehr als 1.000 Euro bei allen lizenzierten Anbietern zusammen einzahlen darfst.

Was in der Limitdatei steht

Die zentrale Limitdatei, meist einfach LUGAS genannt, ist keine große Datensammlung über dein Spielverhalten. Ganz im Gegenteil. Ihre Aufgabe ist sehr eng gefasst: Sie soll nur das anbieterübergreifende Einzahlungslimit durchsetzen. Das System speichert dafür nur die absolut notwendigen Daten.

Laut Glücksspielstaatsvertrag enthält die Datei diese Informationen:

  • Deine Stammdaten: Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort sowie deine Anschrift, um dich eindeutig zu identifizieren.
  • Die Höhe deines Limits: Der von dir festgelegte monatliche Höchstbetrag für Einzahlungen (standardmäßig 1.000 Euro).
  • Deine getätigten Einzahlungen: Die Summe deiner Einzahlungen bei allen Anbietern im laufenden Kalendermonat wird hier erfasst und gegen dein Limit geprüft.
  • Der Status des Limits: Das System prüft bei jeder geplanten Einzahlung, ob dein Limit bereits erreicht ist oder durch die neue Einzahlung überschritten würde.

Diese Daten haben nur diesen einen Zweck. Sie verraten nichts darüber, was du wettest, wie oft du spielst oder wie hoch deine Gewinne und Verluste ausfallen. Laut § 6c Abs. 8 GlüStV 2021 löscht das System deine Daten, wenn du ein Jahr lang bei keinem Anbieter aktiv warst. Wenn du danach wieder einzahlst, wird die Transaktion abgebrochen. Du musst deine Limits dann komplett neu festlegen, so als wärst du ein ganz neuer Spieler.

Die drei Systeme auseinanderhalten: LUGAS, OASIS und die Datei nach § 6h

Das deutsche Glücksspielrecht nutzt drei zentrale IT-Systeme. Sie werden oft verwechselt, haben aber völlig verschiedene Aufgaben. Es ist wirklich hilfreich, die Unterschiede zu kennen, denn dann weißt du bei Problemen sofort, an wen du dich wenden musst. Ich habe sie dir hier mal aufgedröselt.

  • LUGAS: Die Limitdatei. Hier geht es nur ums Geld, genauer: um dein monatliches Einzahlungslimit.
  • Die Datei nach § 6h: Die behördliche Datei nach § 6h, von der GGL als Aktivitätsdatei bezeichnet (Stand 21.09.2026). Hier geht es nur um die Zeit, genauer: ob du gerade bei einem Anbieter aktiv bist.
  • OASIS: Die Sperrdatei. Hier geht es nur um den Zugang, genauer: ob du vom Spiel ausgeschlossen bist.
System Rechtsgrundlage Was es prüft Was passiert, wenn es greift
LUGAS (Limitdatei) § 6c GlüStV 2021 Summe deiner Einzahlungen im Kalendermonat gegen dein Limit Die Einzahlung wird abgelehnt
Datei nach § 6h § 6h GlüStV 2021 Ob du gerade bei einem Anbieter aktiv geschaltet bist Kein Login beim zweiten Anbieter, bis fünf Minuten nach der Abmeldung
OASIS (Sperrdatei) § 8 GlüStV 2021 Ob eine Selbst- oder Fremdsperre besteht Kein Zugang bei allen lizenzierten Anbietern, bis die Sperre auf Antrag aufgehoben ist

Die Limitdatei LUGAS nach § 6c GlüStV 2021 ist also so etwas wie deine finanzielle Leitplanke. Sie zählt alle deine Einzahlungen bei sämtlichen deutschen Sportwettenanbietern zusammen und passt auf, dass dein persönliches Monatslimit nicht überschritten wird. Scheitert eine Einzahlung, weil dein Limit erreicht ist, steckt LUGAS dahinter. Ein Angebot, das ohne diese Anbindung auskommt, hat keine deutsche Erlaubnis. Was das für dich bedeutet, steht unter Wettanbieter ohne LUGAS.

Die behördliche Datei nach § 6h GlüStV 2021 unterbindet das parallele Spiel. Sie verhindert, dass du bei Anbieter A und Anbieter B gleichzeitig Wetten platzieren kannst. Das System merkt sich, bei wem du gerade „aktiv geschaltet“ bist. Vergisst du, dich bei einem Anbieter abzumelden, bleibst du dort bis zu 30 Minuten als aktiv gespeichert. Erst danach, und nach einer zusätzlichen Wartefrist von fünf Minuten, kannst du bei einem anderen Anbieter spielen. Diese Sperre hat nichts mit deinem Limit zu tun und ist eine der häufigsten Ursachen für eine kurzzeitige Sperre beim Anbieterwechsel.

OASIS, das Online-Abfrage-System-Spielersperre nach § 8 GlüStV 2021, ist das System mit den weitreichendsten Folgen. Es verwaltet die bundesweite Spielersperre. Wer hier drinsteht, kann sich bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland mehr anmelden. Das gilt für eine Selbstsperre genauso wie für eine Fremdsperre. Eine OASIS-Sperre ist eine reine Spielerschutzmaßnahme und hat mit dem Einzahlungslimit von LUGAS nichts zu tun.

Was du selbst einstellen kannst: Deine Limits in LUGAS

Dein wichtigstes Werkzeug, um dein Wettverhalten zu steuern, ist das monatliche Einzahlungslimit. Dieses legst du selbst in deinem Wettkonto fest, in der Regel schon beim Eröffnen des Kontos. Ohne dein selbst gesetztes Limit darf dir nach § 6c Abs. 1 GlüStV 2021 kein Anbieter das Spielen erlauben. Für die Änderung des Limits gibt es klare Fristen. Sie sollen dich vor impulsiven Entscheidungen schützen.

Fristen einer Limit-Erhöhung nach § 6c GlüStV

  1. Tag 0

    Antrag

    Limit im Konto angeben

  2. Tag 0

    Nachweise

    Einkommensnachweis, Kontoauszüge

  3. offen

    Prüfung

    Dauer je Anbieter verschieden

  4. Tag 7

    Wirksam

    mit Ablauf des siebten Tages

  5. 1. des Monats

    Reset

    Betrag steht wieder voll bereit

Eine Senkung deines Limits wird immer sofort wirksam. Entscheidest du dich, dein Budget zu kürzen, greift die Änderung direkt. Ganz anders bei einer Erhöhung. Wenn du dein Limit erhöhen möchtest, gilt eine gesetzliche Schutzfrist von sieben Tagen. Die Erhöhung wird also erst nach einer Woche aktiv. Diese Regelung soll dich davor schützen, nach Verlusten impulsiv mehr Geld nachzuschießen. Wichtig: Für die Änderung deines Limits darf dir ein Anbieter laut § 6c Abs. 10 GlüStV 2021 niemals Gebühren in Rechnung stellen.

Gut zu wissen: Eine Erhöhung über die standardmäßigen 1.000 Euro hinaus ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gibt an, dass Limits bis 10.000 Euro oder in Ausnahmefällen sogar bis 30.000 Euro genehmigt werden können. Dafür musst du dem Anbieter deine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Es gibt jedoch keinen Rechtsanspruch auf eine solche Erhöhung; die Entscheidung liegt letztlich beim Anbieter im Rahmen seiner Erlaubnis.

Gilt LUGAS auch für Sportwetten?

Ja, uneingeschränkt. Die Frage kommt oft, weil der Glücksspielstaatsvertrag verschiedene Spielformen ja unterschiedlich streng behandelt. Beim Einzahlungslimit gibt es aber keine Ausnahme.

Die Rechtsgrundlage hierfür ist eindeutig. § 2 Abs. 6 GlüStV 2021 schreibt vor, dass für Sportwetten die Paragrafen 1 bis 9a des Vertrags gelten. LUGAS ist in § 6c geregelt, fällt also klar darunter. § 6c Abs. 9 stellt außerdem klar, dass das anbieterübergreifende Einzahlungslimit für „alle öffentlichen Glücksspiele im Internet“ gilt. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen für bestimmte Lotterien. Sportwetten zählen nicht dazu. Dein 1.000-Euro-Limit gilt also für die Gesamtsumme deiner Einzahlungen bei allen lizenzierten Glücksspielanbietern. Dabei ist es egal, ob du auf Sport wettest oder an virtuellen Automaten spielst.