Zum Inhalt springen
Werbehinweis

Der Vergleich, die dazugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Maßhaltung, der Nichtirreführung und der Transparenz. Für alle hier aufgeführten Angebote gelten die jeweiligen Bedingungen des einzelnen Anbieters. In den meisten Fällen richten sich Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich an Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; der tatsächliche Bonusbetrag richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Bedingungen entnehmen Sie der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

wettkonto.com

Wettsteuer: 5,3 Prozent und worauf sie berechnet wird

In Deutschland liegt die Wettsteuer bei 5,3 Prozent. Das steht so in § 18 des Rennwett- und Lotteriegesetzes (RennwLottG 2021). Aber der Prozentsatz allein ist nicht die ganze Geschichte. Wichtig ist, worauf er sich bezieht: die Bemessungsgrundlage. Laut § 17 ist das dein Wetteinsatz, aber abzüglich der Steuer, die schon drin steckt. Der Spruch „5 Prozent vom Einsatz“ ist also gleich doppelt falsch.

Hier zeige ich dir, wie die Steuer richtig berechnet wird. Du erfährst auch, wer sie laut Gesetz zahlen muss und welche Modelle die Wettanbieter dafür nutzen.

So wird die Wettsteuer korrekt berechnet

Für die richtige Berechnung musst du den Wetteinsatz als Bruttobetrag sehen. Die Steuer ist da schon drin. Dein Einsatz von 10 Euro sind also nicht 100 Prozent, sondern 105,3 Prozent der Bemessungsgrundlage.

Schauen wir uns das an einem konkreten Beispiel an:

  • Dein Wetteinsatz: 100,00 €
  • Dieser Betrag entspricht: 105,3 %

Um auf die Bemessungsgrundlage zu kommen, also den Nettobetrag, teilst du den Einsatz durch 1,053:

100,00 € / 1,053 = 94,97 €

Das ist die Bemessungsgrundlage. Darauf kommen jetzt die 5,3 % Steuern:

94,97 € * 0,053 = 5,03 €

Für einen Einsatz von 100 Euro fallen also 5,03 Euro Wettsteuer an. Die oft zitierten „5 Prozent vom Einsatz“ wären 5,00 Euro, der richtige Betrag liegt 3 Cent darüber. Bei 10 Euro Einsatz verschwindet der Unterschied in der Rundung, beide Rechnungen ergeben 50 Cent. Klingt nach Erbsenzählerei, ist aber wichtig, um das Gesetz richtig zu verstehen.

Wer schuldet die Wettsteuer?

Eine ganz zentrale Regel steht in § 19 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Steuerschuldner ist immer der Veranstalter der Wette. Also der Wettanbieter. Nicht du. Das Finanzamt holt sich das Geld direkt vom Buchmacher.

Für dich als Kunde bedeutet das vor allem eins: Der Wettanbieter entscheidet selbst, wie er mit dieser Steuerschuld umgeht. Aus dieser Freiheit haben sich in Deutschland drei übliche Modelle entwickelt:

  1. Der Anbieter zahlt die Steuer für dich. Du merkst davon gar nichts. Dein Einsatz fließt zu 100 % in die Wette, und dein Gewinn wird komplett ausgezahlt. Der Buchmacher bezahlt die 5,3 % aus der eigenen Tasche.
  2. Die Steuer wird vom Einsatz abgezogen. Wenn du eine Wette platzierst, behält der Anbieter direkt 5,3 % ein. Von 10 Euro Einsatz landen also nur rund 9,50 Euro in der Wette.
  3. Die Steuer wird vom Gewinn abgezogen. Dein voller Einsatz geht in die Wette. Nur wenn du gewinnst, zieht der Anbieter die Steuer von deinem Bruttogewinn (Einsatz mal Quote) ab. Verlierst du, zahlst du nichts. Manche Anbieter nennen das auch „Quotenanpassung“, was aber aufs Gleiche hinausläuft.

Welches Modell ein Buchmacher nutzt, ist seine eigene Entscheidung und steht in seinen Geschäftsbedingungen. Ein Gesetz, das ihm eine Methode vorschreibt, gibt es nicht. Die genauen Regeln findest du immer in den AGB des jeweiligen Anbieters.

Wann Einsätze die Bemessungsgrundlage mindern

Manchmal zählt ein Wetteinsatz nicht zur Bemessungsgrundlage. Das passiert immer dann, wenn eine Wette platzt oder für ungültig erklärt wird. Das Gesetz listet in § 17 Abs. 2 RennwLottG 2021 ein paar konkrete Fälle auf:

  • Absage des Sportereignisses: Wenn das Spiel, auf das du gewettet hast, ausfällt, wird die Wette storniert und du bekommst dein Geld zurück.
  • Ungültiges Ergebnis: Wird ein Ergebnis offiziell annulliert, zum Beispiel wegen eines Regelverstoßes, gilt das auch für deine Wette.
  • Nichtteilnahme: Du wettest auf einen bestimmten Torschützen, doch der spielt gar nicht mit. Dann ist die Grundlage für die Wette weggefallen.

In all diesen Fällen bekommst du deinen Einsatz zurück. Der Wettanbieter muss dafür dann auch keine Steuer zahlen. So wird sichergestellt, dass nur auf echte, gültige Wetten eine Steuer fällig wird.

Welche Anbieter die Wettsteuer übernehmen

Wenn ein Anbieter die Wettsteuer für seine Kunden übernimmt, ist das ein starkes Werbeargument. Logisch. Für dich bedeutet das eine höhere Auszahlung, wenn du gewinnst, weil nichts abgezogen wird. Einige Buchmacher mit deutscher Lizenz machen das dauerhaft so.

Welche Anbieter Wetten ohne Steuer anbieten, zeige ich dir ausführlich in einem eigenen Beitrag. Zu den bekanntesten gehören zum Beispiel Tipico, bet365 und Winamax. Sie geben an, die Steuer komplett selbst zu zahlen.

Andere Buchmacher wie Betway, bet-at-home oder DAZN Bet geben die Steuer an ihre Kunden weiter. Meistens ziehen sie den Betrag vom Bruttogewinn ab. Betway nennt das eine „5,3%-ige Quotenanpassung“ auf gewonnene Wetten. Bei bet-at-home werden die 5,3 % auch vom Bruttogewinn abgezogen, aber nur bei Gewinnen aus Echtgeld-Wetten. DAZN Bet spricht von einem „Quotenabschlag“ von 5 %, der automatisch auf jede Wette berechnet wird.

Es lohnt sich also, einen Blick in die AGB des Anbieters zu werfen. Wie er mit der Wettsteuer umgeht, hat direkten Einfluss auf deinen möglichen Gewinn.